Szia aus Budapest

von | Aug. 24, 2026

Im Rahmen meines Erasmus+ Aufenthalts durfte ich das „Közgazdasági Politechnikum Alternatív Gimnázium“, kurz „Poli“, kennenlernen – eine alternative Privatschule, die für ihr schülerzentriertes Konzept und den offenen Umgang bekannt ist.

Während meiner Woche besuchte ich vor allem Deutsch, Geschichte und Sport und erhielt spannende Einblicke in den ungarischen Schulalltag. Besonders interessant war der Deutschunterricht in einer kleinen Gruppe von nur sechs Schülerinnen und Schülern. Dort präsentierte ich unsere Schule und Mainz. Dabei entstand ein lebendiger Austausch, insbesondere über das Mainzer Marktfrühstück, die Stadt und natürlich Mainz 05.

Auch im Sportunterricht fielen einige Unterschiede auf. An dieser Schule gibt es beispielsweise keine klassischen Sportnoten, sondern die aktive Teilnahme steht im Vordergrund. Gleichzeitig setzt das „Poli“ stark auf Eigenverantwortung und Mitbestimmung. Das funktioniert häufig gut, wird von einigen Schülerinnen und Schülern aber auch ausgereizt – etwa durch Zuspätkommen oder Handynutzung.

Spannend war außerdem das staatlich vorgegebene „Netfit“-System mit regelmäßigen Fitness- und Gesundheitstests. Darüber hinaus lernte ich neue Sportarten wie Korfball kennen.

Besonders beeindruckt hat mich das „Schulgericht“, bei dem Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulleitung gemeinsam über Regelverstöße beraten. Statt Strafen stehen Reflexion und gemeinsame Lösungen im Mittelpunkt. Auch soziale Verantwortung spielt eine große Rolle, etwa durch wöchentliche Spendenaktionen für obdachlose Menschen.

Insgesamt hat mir die Woche viele neue Eindrücke vermittelt. Besonders der offene Austausch mit den Schülerinnen und Schülern und die herzlichen Sportkollegen werden mir in Erinnerung bleiben.

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